Zeitarbeit: "Schlecker-Modell" nicht mehr möglich
Die Branche wehrt sich gegen Missbrauch - Tarifverträge schließen "Schlecker-Praktiken" aus.
21.03.2010 bza // Angesichts zunehmender Forderungen aus der Politik an die
Branche, den Missbrauch von Zeitarbeit einzudämmen - Bundeskanzlerin Angela
Merkel und Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen hatten sich gestern
dazu geäußert - erklärt der Vizepräsident des Bundesverbands Zeitarbeit
(BZA), Sebastian Lazay: "Vom Missbrauch der Zeitarbeit durch
branchenfremde Firmen haben wir uns stets eindeutig distanziert. Zusätzlich
haben der BZA und sein Tarifpartner DGB mit dem Abschluss ihrer
Tarifverhandlungen am 9.3.2010 eine Regelung geschaffen, die Praktiken à la
Schlecker für den Tarifbereich BZA/DGB verhindert. Ein weiterer
Arbeitgeberverband hat dies ebenfalls auf diesem Wege getan, der dritte
Branchenverband - der gerade in Tarifverhandlungen steht - wird dies mit
größter Wahrscheinlichkeit auch bald regeln. Die gesamte Branche hat also das
Problem erkannt und gelöst."
Lazay weiter: „Das untypische Phänomen ‘Schlecker' hat nichts mit der seriösen
Zeitarbeit in Deutschland zu tun. Dennoch hat es dem Image der Branche und
der Akzeptanz von Zeitarbeit deutlich geschadet. Wir mussten das Problem
deshalb rasch selbst lösen. Im enger Zusammenarbeit mit unserem Tarifpartner
ist das geglückt. Das ‚Schlecker-Modell' ist damit nicht mehr möglich."
Kontakt:
Bundesverband Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen e.V. (BZA)
Pressesprecher: Michael Wehran
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